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Grenada ist eine Insel der kleinen Antillen, gehört zu den Inseln über dem Winde. Der Inselstaat bildet einen eigenständigen Mitgliedstaat des Commonwealth of Nations.
Die Einwohner Grenadas stammen zu über 95 % ganz oder teilweise von Afrikanern ab, die von den europäischen Kolonialisten zur Sklavenarbeit auf die Insel gebracht wurden. Wenige Reste der ursprünglich ansässigen Kariben haben die Eroberung der Insel durch die Franzosen im 17. Jahrhundert überlebt.

Etwa 3% der Grenader haben überwiegend indische Vorfahren, die im 19. Jahrhundert als Zwangsarbeiter aus dem Gebiet der heutigen indischen Bundesstaaten Bihar and Uttar Pradesh nach Grenada gebracht worden sind. Daneben gibt es noch eine kleine Minderheit europäischer Herkunft, hauptsächlich französischer und britischer Abstammung.

Die Amtssprache ist Englisch. Daneben sind Kreolsprachen im Gebrauch. Das Grenada-Kreolisch gilt als lingua franca der Bevölkerung. Daneben ist das im französischen Patois wurzelnde Antillen-Kreolisch noch bei ca. 10–20% der Bevölkerung gebräuchlich. Bei den Grenadern indischer Herkunft werden noch einzelne Worte aus dem Hindi und anderen indischen Sprachen verwendet.

Ca. 64% der Einwohner sind katholisch, etwa 22% Anglikaner, 6% Adventisten, 5% gehören zu Pfingstkirchen, 2% sind Methodisten, knapp 1% Zeugen Jehovas.
Grenada ist heute wie viele andere karibische Inseln ein Auswanderungsland mit einer großen Zahl junger Menschen, die das Land verlassen. Schätzungen zufolge leben neben den rund 100.000 Menschen, die die Inseln bewohnen, mindestens ebenso viele geborene Grenader in anderen Teilen der Karibik (z.B. Barbados, Trinidad und Tobago) und mindestens eine ebenso große Zahl in Industrieländern (besonders in den USA, Großbritannien und Kanada). Dies bedeutet, dass nur noch rund ein Drittel der gebürtigen Grenader auch noch dort lebt.

Karibik Insel Grenada
Karibik Insel Grenada
 
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